Feuerwehr Schnürpflingen

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Neuer Bürgermeister

Wir gratulieren unserem neuen Bürgermeister
Herrn Michael Knoll
recht herzlich zu seiner Wahl
 und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit.


 
Manfred Häberle (links) gratuliert einem strahlenden Sieger: Michael Knoll ist Schnürpflingens künftiger Bürgermeister. 
Auf dem Arm hat er seine Tochter Carla, daneben steht Knolls Ehefrau Gudrun mit Tochter Valerie.

Foto: Franz Glogger
 

Michael Knoll kann seine Freude kaum fassen: Mit fast 80 Prozent haben ihn die Schnürpflinger zum Bürgermeister gewählt. "Einen besseren Anfang kann man sich nicht wünschen", sagte der 37jährige.


Gestern haben die Schnürpflinger einen neuen Bürgermeister gewählt. 78,69 Prozent haben sich für Michael Knoll entschieden. 20,49 Prozent blieben für den zweiten Kandidaten Martin Mack. Der 32jährige aus Unterweiler war der erste, der seinem Mitwerber gratulierte.

"Wir hatten zwei gute Kandidaten. Einer kann es nur werden. Ich bin mir sicher, beim nächsten Mal klappt es", munterte der scheidende Bürgermeister Manfred Häberle den Unterlegenen auf. Er bedankte sich bei beiden, dass sie sich zur Verfügung gestellt hatten und für einen fairen Wahlkampf. Die Auszählung der 737 Stimmen - 1027 der 1350 Schnürpflinger sind wahlberechtigt - verlief fast problemlos. Zunächst galt es, die Zahl der Wahlscheine mit der Wahlliste zu vergleichen. Ein Zettel weniger bedeutet einen zweiten Zählgang. Der fehlende Schein wurde gefunden. Dann fehlte ein "Mack". Auch er wurde gefunden.

Nur 28 Minuten hatte es gedauert, bis Häberle das Ergebnis bekannt geben konnte. Viel schneller dürften wohl nur wenige bei einer Wahl gewesen sein, scherzte der Noch-Bürgermeister. In einem ist die Holzstockgemeinde gar rekordverdächtig: Es gab keinen einzigen ungültigen Wahlschein. Die Anzahl der Wahlscheine - aus Sicht der bei der Zählung anwesenden Zuschauer rechts die Knollsche Seite, links die Macksche - hatte früh signalisiert, wer die Nase vorn haben wird. Trotzdem strahlten Michael Knoll, Ehefrau Gudrun und die beiden kleinen Töchter Carla und Valerie in Freude pur.

Bei den Hausbesuchen und Gesprächen in den Vereinen habe er "eine gute Stimmung" registriert, sagte der künftige Bürgermeister, so dass er auf einen Sieg im ersten Wahlgang gehofft habe. "Aber mit 80 Prozent habe ich nie und nimmer gerechnet. Dieses Votum ist überwältigend und stärkt einem den Rücken. Einen besseren Anfang kann man sich nicht wünschen", sagte er.

Die Gratulationstour in dem proppenvollen Wahllokal im Erdgeschoss des Rathauses schien kein Ende zu nehmen. Junge und ältere Schnürpflinger wollten ihrem Neuen die Hand drückten oder freundschaftlich auf die Schulter klopfen. Die Herzlichkeit mit der das geschah, zeigte den Knolls, sie gehören dazu. Vereinsmacher reihten sich ein, Freunde und Familienangehörige aus Laupheim und Sulmetingen, wo der 37jährige geboren ist beziehungsweise jetzt wohnt. Auch Knolls derzeitiger Chef, der Achstetter Bürgermeister Kai Feneberg ließ es sich nicht nehmen, seinen Stellvertreter im Amt zu beglückwünschen. Auch wenn er nun gezwungen ist, einen neuen Kämmerer zu suchen.

Das wird schon bald der Fall sein, denn Knoll wird sein neues Amt schon am 1. April antreten, einen Tag, nachdem Häberles Amtszeit endet. Wohnen werden die Knolls weiterhin in Sulmetingen. Das hatte der künftige Bürgermeister schon bei der Kandidatenvorstellung offen gelegt. Erst vor wenigen Jahren gebaut, sei sein Haus nur mit Verlust zu verkaufen. Aber Sulmetingen sei ja nicht aus der Welt und den Holzstöcken doch sehr nah.

Quelle:
Verlag: SÜDWEST PRESSE, Ulm   01.03.2010
Franz Glogger




Veröffentlicht am
17:10:23 26.02.2010